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Verf. gibt eine knappe einsichtige kritische Darstellung des gegenwärtigen Standes der Psychoanalyse. Er analysiert selbst und kann einen guten Teil der Freud'schen Lehre aus Erfahrung bestätigen. Er polemisiert gegen gewisse Übertreibungen, Ungenauigkeiten und Unklarheiten der Psychoanalyse. Ref. könnte ihm in einigen Punkten sachlich Recht geben, wenn seine Ausdrucksweise dem Inhalt ganz adäquat wäre. In bezug auf die therapeutische Seite der Psychoanalyse ist der Bericht des Verf. nicht ganz „au fait”; die Literatur des Gegenstandes ist ihm bekannt. Vieles aber ist noch nicht gedruckt und nur durch persönlichen Kontakt mit den Analytikern zurzeit zu erfahren. Es ist der Grund, warum Herr Dr. de Montet als „outsider der Psychoanalyse”, wie er sich selbst bezeichnet, nur partiell orientiert ist. Wenn die Freudsche Schule manchmal nach aussen den Eindruck einer Sekte machen konnte, muss man nicht vergessen, dass sie es der sehr unwissenschaftlichen Ablehnung der wissenschaftlichen Welt verdankt, was ein outsider: Dr. Menzerath des Solvay Institut (Brüssel) bei einer Gelegenheit klar ausgesprochen hat. Die Entwickelung einer Lehre steht auch unter den Einflüssen, welche vom Milieu ausgehen.
A. Maeder.