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Der erste Band des umfangreichen Werkes wurde im 10./11. Heft des 1. Jahrganges des Zentralblattes besprochen. Der vorliegende Band behandelt ausschliesslich die klinische Seite der Psychiatrie; das Psychologische ist für den dritten und letzten Teil reserviert. Die Neurosen werden sehr kurz behandelt (70 Seiten), während die progressive Paralyse allein 130 Seiten beansprucht. Die Neurosen entwickeln sich ausnahmslos auf dem Boden der Entartung. Für Marie sind die Neurosen somatische Erkrankungen, deren psychische Äusserungen nur Wirkungen sind. Raymond schildert die Psychasthenie Janet's, die echte Neurasthenie als Folge einer physischen oder psychischen Überanstrengung; die Angstneurose Freud's wird ohne Begründung abgelehnt. Nach kurzer Besprechung der Hysterietheorien von Pitre, Sollier, Bernheim, Grasset, Claparède, Ziehen und Babinski geht Raymond auf die eigene Theorie ein, welche sich in folgender Formel zusammenfassen lässt: Die Hysterie ist eine Art zu reagieren und zu fühlen, welche von einer besonderen Änderung des Dynamismus des Nervensystems herrührt; gemeint ist eine Störung des Systems der kortikalen und subkortikalen Reflexe. Die Hemmung und Bahnung der Reflexe sind die Ursache der psychophysiologischen Spaltungen, wodurch die