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Nach einigen einleitenden Bemerkungen, welche die Analogie zwischen Traum und Dichtung herstellen, wendet sich der Verfasser dem „gefesselten Prometheus” von Aischylos zu und weist darin die psychischen Komponenten auf, welche für uns die „Lust am Trauerspiel” bedeuten. In den beiden Gestalten der Elisabeth und der Venus in Wagners „Tannhäuser” erblickt er ein Beispiel für den Dualismus in der Erotik.
Dieser Dualismus wird auch im Seelenleben Richard Wagners nachgewiesen. Bedeutender und tiefer als diese beiden Analysen erscheinen die nun folgenden von Aischylos „Agammemnon” und Ibsens „Baumeister Solness”, die überzeugend aus dem in beiden Dramen auftretenden Konflikt von noch wachen polygamischen Trieben und der monogamischen Kulturforderung erklärt werden. Die Schlussbetrachtungen enthalten Ansätze zu einer Psychologie des Kunstgeniessens auf psychoanalytischer Grundlage, die dringend des endgültigen Ausbaues bedarf.
Dr. Theodor Reik.