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Deutung unbewusster Inzestphantasien aus einer Fehlleistung (von Brantôme). In seiner „La Vie des Femmes Galantes” erzählt Brantôme (geb. 1539, gest. 1614) u. a. folgende Anekdote: „Ich erinnere mich eines grossen Fürsten, den ich gekannt habe. Dieser sagte, wenn er eine Frau, deren Liebe er genossen, loben wollte: „Sie ist eine sehr schöne Buhlin, gross wie meine Frau Mutter”. Wegen der Zweideutigkeit dieses Ausspruches fügte er hinzu, er habe nicht sagen wollen, die Dame sei eine so grosse Bublerin wie seine Frau Mutter, sondern sie sei ebenso gross gewachsen wie diese. Manchmal sagt man Dinge, an die man nicht denkt, oft aber auch, ohne daran zu denken, dass man die Wahrheit sagt.”
Ferenczi.