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Ein rationalisiertes Vergessen. In dem Roman „Celt and Saxon” von G. Meredith findet sich nachstehendes schöne Beispiel eines missglückten Versuches, durch Rationalisieren zu vergessen; er scheitert, weil sich dem Verstand des Helden zu viele Entschuldigungen bieten, die sich gegenseitig widersprechen und so seiner Erkenntnis den wahren Grund des Vergessens offenbaren.
Die Handlung ist kurz folgende:
Philipp, mit dem ein Mädchen falsches Spiel getrieben hat, kann diesen Schlag nur schwer verwinden. Sein Bruder Patrick, der ihm sehr zugetan ist, reist in die Heimat der jungen Dame, geht in ibr Elternhaus und findet, dass sie mit einem Liebhaber geflohen ist. Alles, was er über sie hört, erregt sein lebhaftes Interesse, besonders entzückt ihn ihr Miniaturbild, um das er ihren Vater bittet, angeblich um es seinem Bruder zu bringen. Nach Haus zurückgekehrt, zeigt er es ihm, sagt ihm dann gute Nacht und verlässt das Zimmer, um zu Bett zu gehen, immer noch mit dem Bild in der Hand.