You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Strindberg über Geburt und Tod. Nachfolgende Stelle aus Strindberg's „Richtfest” weist deutlich auf die Ähnlichkeit zwischen Tod und Geburt resp. Wiedergeburt hin, wie auf die auch von Freud erwähnte „Rettungsphantasie”. Der Held beschwört auf dem Totenbett seine Frau, ihn zu retten und identifiziert sich sowohl mit einer Mutter während dem Geburtsakt wie auch mit dem Kind selbst.
„Darauf begann die Tortur wieder und sein Schrei: „Hilf mir, Elisabeth!” Die erste und letzte (!) Illusion des Mannes ist: die Erlösung durch das Weib zu suchen, warum, das weiss niemand. Aber (!) die Schmerzen kamen periodisch, ganz wie die Wehen des Kindbettes: es sah aus, als gebäre er jemand anderswo in einem unbekannten Land, als werde die Seele mit einer Stäubemaschine in einen neuen Körper hinüber gepumpt, und als werde er gleichzeitig wieder Kind. Sein Schreien glich zuweilen dem des gebärenden Weibes und seine Bewegungen auch.”
Ernest Jones.