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Der Verfasser hat zu pädagogischen Zwecken Fragen und Antworten aus dem Religionsunterricht gesammelt, welche von Knaben und Mädchen aus der 7. und 8. Volksschulklasse stammen. Es ist vom psychoanalytischen Standpunkt aus sehr interessant, zu erfahren, dass bei den Knaben der kritische Sinn sich früh regt. Das zeigt sich schon in den von ihnen aufgeworfenen Fragen, verfänglichen Fragen mitunter: „Warum ist der Mensch auf der Welt?” — „Wie sieht es im Himmel aus?” — „Warum lebt eigentlich ein Gott?” — „Wer hat Gott erschaffen?” - „Wo kommt die Welt her?” — „Ist die Schöpfungsgeschichte wirklich wahr?” Dem Psychoanalytiker ist es klar, wie stark hier die infantile Sexualneugierde und der Vaterkomplex an die Oberfläche drängen.
In einem Aufsatze „Welchen Wert hat die Religion?” schreiben 66 von 104 Knaben: die Religion hat überhaupt keinen Wert. Von den 49 Mädchen schreiben bloss 2, die Religion habe keinen Wert. Am charakteristischesten erscheint mir folgende Begründung, welche ein Knabe seiner Meinung beifügt: „Wenn der Mann sein Geld vertrinkt und der Frau nichts heimbringt, so dass die Kinder nichts zu essen bekommen,