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Symbolhandlung der ablehnenden Liebe. Der belgische Schriftsteller MauriceMaeterlinck gibt in einem seiner Marionnettendramen (Pellèas et Mèlisande) ein schönes zufälliges Beispiel vom Verlieren des Eheringes als Symbol mangelnder Liebe. Der kurze Inhalt des Dramen, für soweit nötig fürs Verstehen des Symbols, ist folgendermassen:
Der Prinz Golaud hat in einem Walde bei einem Brunnen ein schönes Mädchen gefunden, das einer unbekannten Ursache wegen weint. Er nimmt sie mit und heiratet sie nachher. Mèlisande liebt jedoch den um vieles älteren Mann nicht, hegt aber eine geheime Liebe für seinen jüngeren Bruder Pellèas. Eines Tages gehen sie zusammen spazieren im Schlosspark und setzen sich dann am marmoren Rande des Brunnens. Während sie sich über Golaud unterhalten, spielt sie gedankenlos mit ihrem Ring. Dann warnt Pellèas:
Prenez gaide! prenez gaide! — Vous allez tomber! — Avec quoi jouezvous?
Mèlisande.
Avec l'anneau qu'il m'a donnè …
Pellèas.
Prenez garde; vous allez le perdre.….
Mèlisande.
Non, non, je suis sûre de mes mains….
Pellèas.