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Ich habe die Absicht, regelmässig die Fortschritte der Traumdeutung mit Beispielen zu belegen, wie sie mir die tägliche Praxis der Analyse bringt. Als Anfang dieser Aufgabe möge mein Aufsatz im ersten Hefte dieses Jahrganges, „Die Darstellung der Neurose im Traume”, gelten. Eine zusammenhängende Beschreibung der Religionssymbolik soll dann bald folgen.
Ich beginne mit einer Traumreihe, wie sie mir zufällig in der letzten Woche von meinen Patienten gebracht wurde. Ich betone hier ausdrücklich, dass die Träume alle nur in einer oder in einigen Determinationen gedeutet wurden. Ich wiederhole, dass andere Bedeutungen von mir auch erkannt und in der Analyse besprochen wurden.
Ich betone dies nur aus diesem Grunde, weil mir von mancher Seite gerne Einseitigkeit und Oberflächlichkeit vorgeworfen wird. Aber ich vermeide gerne Ballast und Menschen, die immer wieder nach Beweisen schreien, verkennen, dass es eine innere Wahrheit gibt, die sich selbst beweist. Dieser inneren Wahrheit zu folgen war immer mein heisses Bemühen. Es gibt Menschen, welche schaffen und solche, welche das Geschaffene beweisen oder bestreiten. Ich möchte zur ersten Kategorie gezählt werden.
Ich will nun einige Träume vorführen, welche das Innere des Hauses behandeln. Es wird von vielen Zimmern im ersten Stocke, von Kellern, von Kammern und Bodenkammern die Rede sein. Und nun in medias res!
Ein an einer quälenden Zwangsvorstellung leidender Kranker, ein Photograph, teilt mir folgenden Traum mit: Ich erhalte mit der Post drei merkwürdige Karten, welche in der Mitte viereckig vorgebaucht sind. Sie enthalten eine freudige Nachricht von meiner Gouvernante. Ich will diese Nachricht lesen, da kommt meine Frau ins Zimmer, ich will die Karten verbergen und eile damit auf den Dachboden. Ich komme in eine Kammer, in der sich zwei Herren befinden, von denen der eine eine Schnurrbartbinde anhat. Es kommt mir vor, als ob die Räume am Dach nicht meinem Hause zugehören, sondern fremde Räume sind, während ich im Beginne de