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Lux hat das Wagnis unternommen, den Liebesroman Grillparzer’s zu schreiben, trotzdem die allerwichtigsten Quellen laut testamentarischer Verfügungen bis 1922 und 1928 verschlossen bleiben müssen. Was er geschaffen, ist jedenfalls eine tüchtige Leistung. Mit grossem Fleisse, noch grösserer Liebe und feinem psychologischen Verständnis ist das Verhältnis des einsamen Dichters zu den Schwestern Fröhlich im einzelnen, entwickelt, und soweit ihn die Quellen nicht im Stiche lassen, auch richtig durchgeführt. Es ist unserem Autor aufs Wort zu glauben, wenn er am Schlusse des Vorwortes sagt: „Seit mehr als zehn Jahren habe ich mit den unvergesslichen Menschen dieser köstlichsten Altwiener Vergangenheit intimen seelischen Umgang; ich brauche nur nach innen zu horchen und ich höre sie reden; ich höre ihr Lachen und Jubeln, ihr Weinen und Klagen, und was ich auf diese Weise hörte, habe ich niedergeschrieben. Das ist sehr einfach. Aber der Dichter hat nicht mehr zu geben, als diese inneren Stimmen.” Und ich könnte eine Fülle von Bemerkungen anführen, die unzweifelhaft dartun, wie gut beschlagen er in psychologischen Dingen ist.
Mit Dichteraugen ist vor allem noch ein Künstler geschaut, der von den 20er und 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts in Österreich nicht wegzudenken: die Gestalt Franz Schubert’s. Stellenweise dünkt er mich besser gezeichnet, als Grillparzer selber. An dessen Schilderung möchte ich vornehmlich zwei Dinge bemängeln. Zunächst, dass seine Entwicklung