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Der Verfasser betont, die erste Arbeit geliefert zu haben, welche das Problem der psychischen Vererbung von allen Seiten in Angriff nimmt. — Der erste Abschnitt enthält eine Darlegung und kritische Sichtung der wichtigsten biologischen Theorien, insbesondere der Vererbungslehren Darwin's, Spencer's, Galton's, de Vries', Weismann's. Das Problem der Vererbung erworbener Eigenschaften stellt sich naturgemäss in den Vordergrund des Interesses, die bisher durchgeführten Experimente „machen die Vererbung erworbener Eigenschaften höchst wahrscheinlich”.
Der zweite Abschnitt behandelt die psychische Seite des Vererbungsproblems. Der eigentliche Zweck der Untersuchung ist die Darlegung der Möglichkeit eines Nachweises der psychischen Vererbung durch die menschliche Psychologie und durch die Tierpsychologie. Eine Anzahl von Experimenten werden vorgeschlagen und diese auf ihre Durchführbarkeit geprüft. Es sollen Untersuchungen angestellt werden z. B. über die Variationen der Qualitäts- und Intensitätsunterschiedsempfindlichkeit und ihrer Vererbungsmöglichkeit, über die Prädisposition zu gewissen Affektlagen, über die Vererbung gewisser stark ausgeprägter Gefühlsformen usw. In letzter Linie sollen die Untersuchungen zur Beantwortung der Frage führen, ob die Persönlichkeit erblich ist oder nicht. Der Autor ist sich bewusst, dass die Studien nicht nur an der Individualpsychologie, sondern auch an einer Charakterologie, richtiger gesagt, an einer „Typenpsychologie” orientiert werden müssen. Andere Wissenschaften hätten wichtige Ergänzungen zu liefern, so z. B. die Neuro- und Psychopathologie; eine Frage, die die Tierpsychologie zu beantworten hat, wäre die der psychischen Vererbung bei Bastardierungen. Der Verfasser will keine neuen Lehren oder neue experimentelle Nachweise liefern, sondern bezweckt nur die Präzisierung neuer Richtlinien für künftige Forschungen und gibt prinzipielle Bemerkungen zu den auf diesem Gebiete sich ergebenden Problemen. Im Sinne dieser Grundaufgabe des W