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Das vorliegende Heft enthält die beiden ersten Teile der Arbeit, in denen der Verfasser die Phänomenologie der Wahrnehmung und die Phänomenologie der pathologischen Wahrnehmungstäuschungen bespricht. So wenig gegen die Prämisse, dass es sich bei den Halluzinationen um Wahrnehmungstäuschungen und nicht um Sinnestäuschungen handelt, einzuwenden wäre, so unzuverlässig und unnotwendig erscheinen mir die Resultate der weiteren Untersuchung. Es ist richtig, dass es keine Sinneswahrnehmungen in der Inhaltsbedeutung dieses Wortes gibt, weil die Wahrnehmung eine Innentätigkeit ist, eine Art Verwertung der Sinnestätigkeit, aber unrichtig ist es, daraus eine partielle Unabhängigkeit der Wahrnehmung zu folgern. So sagt Specht: „Derselbe identische Gegenstand kann mir auch durch andere Sinnesfunktionen gegeben sein.” Wohl: wenn ich. einen Tisch betaste, nehme ich denselben Gegenstand wahr, als wenn ich diesen Tisch sehe; wenn ich ihn betaste, so habe ich gleichzeitig auch sein erschautes Bild; aber wir werden doch nicht vergessen: vorausgesetzt, dass ich diesen Tisch oder zum mindesten irgend einen Tisch schon gesehen habe. Daraus folgt doch nicht, dass es für die Wahrnehmung gleichgültig sei, ob ich einen Gegenstand sehe, oder betaste, oder höre, sondern nur, dass die Bekanntschaft mit dem Gegenstande mir die Wahrnehmung insoweit erleichtert, als bei der Funktion eines Sinnes das Wahrnehmungsobjekt sich leicht zu den anderen ergänzt.
Ähnlich verhält es sich bei den Halluzinationen, Specht sagt zwar, dass „das, was bei den echten Wahrnehmungstäuschungen in Erscheinung tritt, bei den pathologischen Phänomenen wiederkehrt”, aber die. Gleichsetzung des Wertes der einzelnen Sinnesfunktionen für die Einheit der Wahrnehmung, die ich früher die partielle Unabhängigkeit nennen konnte, bedingt hier, auf dem Gebiet der pathologischen Erscheinungen, durch ihre Unsicherheit und Ungenauigkeit die schiefe Stellung, in die diese Fragen geraten, so dass Specht das Wesen der Halluzinationen mit d