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Man könnte die vorliegende Publikation auch von einem internen Standpunkte, aus der Perspektive der Herausgeber, als welche die Redaktion der „Wiener psychoanalytischen Vereinigung” zeichnet, kaum als gelungen betrachten, eine Tatsache, die um so mehr befremdet, als sich die Mitarbeiter aus einem Kreise rekrutieren, der seit Jahren das Studium sexual-pathologischer Phänomene förmlich monopolisiert und mit grossem Eifer betrieben hat. Die Diskussionen bringen nicht nur kein Licht in das wichtige Problem der „Onanie”, sondern sind eher imstande, die Frage noch zu komplizieren; wie weit das Ergebnis von einem halbwegs befriedigenden Erfolg entfernt ist, geht schon daraus hervor, dass man nicht einmal die geringste Übereinstimmung über die Formulierung und das Wesen des behandelten Problems erzielen konnte. Man hätte sich vielleicht viel Arbeit und Mühe von vornherein ersparen können, wenn man mehr dem Umstand Rechnung getragen hätte, dass eine Antwort nur dann verständlich erscheint, wenn man die Frage kennt. Die Missachtung dieser wichtigsten Vorbedingung jeder wissenschaftlichen Arbeit brachte es mit sich, dass nicht nur die verschiedenen Autoren vielfach zwecklos aneinander vorbeireden, sondern dass auch den von den einzelnen vorgebrachten Resultaten jede Treffsicherheit und jede Kontrolle fehlt, da sie richtungslos ins Leere gehen. Unter solchen Bedingungen können selbst die kühnsten Behauptungen niemals kühn genug erscheinen, da keine Notwendigkeit der Einschränkung vorliegt und sie sich bei einer eventuellen Nachprüfung immer wieder auf etwas anderes beziehen können. Wenn das eine gute Präventivmassregel gegen eine Kritik ist, so ist es eine um so schlechtere Unterstützung für die Wirkung der geleisteten Arbeit. Die Einsicht der Herausgeber, die im Vorwort zugeben, „es mag viel vorbeigeredet und vorbeigehört worden sein”, kann diesen Eindruck nicht abschwächen, der andererseits ihre gute Absicht, „zu zeigen, auf welche Wege die Forschung über die Probleme der Ona