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Die Auffassung der Aufgabe der Naturwissenschaft als Beschreibung der naturwissenschaftlichen Phänomene hat die Erkenntnistheorie längst widerlegt. Sie hat erwiesen, dass der naturwissenschaftliche Erkenntnis-prozess besteht in der Bearbeitung des — an sich = x zu setzenden —Gegenstandes mit bestimmten Fassungsformen und Begriffen, theoretisch also in der methodischen Erzeugung des Gegenstandes, praktisch in seiner prinzipiell jederzeit möglichen Wiedererzeugung oder seiner absoluten Be-herrschbarkeit. Beschreibung ist nur der Ausgangspunkt oder vielmehr die unterste Stufe auf diesem Weg der methodischen Erzeugung. Handelt es sich um noch wenig bekannte, neue Phänomene, so wird die erste Aufgabe sein, sie zu beschreiben; die zweite, die empirischen Bedingungen kennen zu lernen, unter denen sie auftreten und von denen ihr Auftreten abhängig ist. Sind diese bekannt, so ist das Ziel, die Phänomene absichtlich hervorzurufen, sie willkürlich zu beherrschen, in erreichbarer Nähe. Nicht immer freilich hält sich der Gang der Wissenschafts-Entwickelung an diese Stufenfolge und es gelingt bisweilen zufällig oder auf Grund einer Art Intuition oder einer vorläufigen Hypothese die Erzeugung und Beherrschung in einem gewissen Umfang, ohne dass die Bedingungen bekannt sind.
Was die sogenannten „okkulten” oder „übernatürlichen” Phänomene angeht — die anormalen nämlich —, so ist für sie die Notwendigkeit einer naturwissenschaftlichen Bearbeitung längst anerkannt. Wir besitzen auch bereits eine grosse Zahl genau beschriebener Fälle, z. B. in den Proceedings der Society for Psychical Research. Dagegen sind weder die subjektiven noch die objektiven Bedingungen ihres Auftretens näher bekannt; nicht die seelisch-körperlichen Eigentümlichkeiten, die ein Individuum besitzen muss, um die Phänomene des Somnambulismus und Mediumismus zu entfalten, noch die äusseren Umstände, unter denen sie allein zutage treten. Selbst wo in einer geringen Zahl bekannter Fälle die Phänomene mit bewusster Ab