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Eine gewiss sehr anerkennenswerte Darstellung unserer Kenntnisse von manisch-depressivem Irresein. Die klinischen Bilder sind scharf umrissen dargestellt und werden von den Grenzzuständen nach Möglichkeit getrennt. Aber alle Darstellung bleibt trotz heissen Bemühens an der Oberfläche. Wir lesen die Schilderung des enormen Schuldbewusstseins und er wird auf das „geschärfte Gewissen” dieser Kranken zurückgeführt. Von den Forschungen der psychologischen Schulen wird nicht einmal Erwähnung getan. Ähnlich sind die Krankengeschichten dargestellt. Wir lechzen nach einem psychologischen Zusammenhang, allein überall starrt uns das Fatum der „Degeneration” entgegen. Auch bei Berücksichtigung der somatischen Faktoren würde uns die Genese der Insuffizienzgefühle und der Angst interessieren…. Wer sich über den bisherigen Stand der Lehre vom manisch-depressiven Irresein interessiert, dem sei das reichhaltige Werk von Stransky empfohlen. Im wesentlichen hält er am bekannten Standpunkte Kräpelins fest.
Stekel.