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Verf. berichtet über Beobachtungen in drei Fällen, die geeignet sind, die Freud'sche Auffassung von den Beziehungen zwischen Anal-Erotismus und Charakter zu bestätigen. Alle drei Patienten zeigten besonderes Interesse für die Defäkation während der Kindheit. Später gehörten sie zu den Leuten, die die Stuhlentleerung durch Lesen auf dem Kloset zu verlängern trachten. Mit dem Auftreten der Neurose, die ein Misslingen des Verdrängungsprozesses ausdrückt, kamen die analerotischen Triebe wieder an die Oberfläche und zwar in Form von Symptomen, die sich als Negativ der Perversion erwiesen. Der erste Patient, dessen Charakter die analerotische Trias: „ordentlich, sparsam, eigensinnig” sehr prägnant erkennen liess, hatte Zwangsgedanken, die alle Ereignisse des täglichen Lebens mit der Stuhlentleerung und allem was damit zusammenhängt, in Verbindung brachten, der zweite litt neben Zwangsideen an der Zwangshandlung, seine Fäzes an der Wand oder an seinem Körper zu verreiben, der dritte, bei dem die Grausamkeitskomponente in früher Jugend besonders stark entwickelt war, konnte seit Beginn der Neurose den Stuhl nur entleeren, nachdem er das Bild eines Mädchens mittels einer Stecknadel in der Herzgegend durchstochen hatte. Es handelt sich in dem letzten Falle also um ein Wiederaufleben eines der Partialtriebe gleichzeitig mit der erogenen Zone.
Dr. Bruno Saaler.