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Die Verf. haben drei Begutachtungen von Fällen von Transsvestitismus zusammengestellt, in denen das Bedürfnis, sich in der Kleidung des anderen Geschlechts zu bewegen, ein so ununterdrückbares und stürmisch Befriedigung verlangendes war, dass, im Falle ihm nicht Rechnung getragen wurde, die Gefahr schwerer Depression, eventuell des Suicids bestand. Als Sexualobjekt dieser nicht homosexuellen Transvestiten kommt, wie dargelegt wird, nur das eigene „Ich” in Betracht, woraus sich Beziehungen zu dem von Rohleder beschriebenen Automonosexualismus und dem Autoerotismus der Freud'schen Schule ergeben. Während bei dem jungen Transvestiten des ersten Gutachtens irgendwelche auf Personen gerichtete Sexualregungen überhaupt nicht hervortreten, begegnet man in dem zweiten Falle Ansätzen heterosexuellen Liebesempfindens, das „durch autoerotische und fetischistische Momente mit dem entschieden dominierenden Ver kleidungstrieb verknüpft” ist; im dritten sind die anfangs vorhandenen heterosexuellen Regungen immer mehr in den Hintergrund gerückt. Alle drei Fälle erwiesen sich frei von anderweitigen bemerkenswerten pathologischen Zügen.
Dr. Bruno Saaler.