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Diese Zeitschrift verbindet in ungemein glücklicher Weise spezielle Forschung mit Weite der Ansichten und Ausblicke. Praktisch wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass jede Nummer neben zwei, höchstens drei
Originalarbeiten sehr übersichtliche und reichhaltige Referate über die wichtigsten Publikationen der psychiatrisch - neurologischen Forschung bringt, worin sie ihre Hauptaufgabe zu erblicken scheint. Sie wird dadurch nicht nur zu einem wichtigen und dankbaren Ratgeber für jeden psychiatrisch tätigen Forscher, sondern sie findet Gelegenheit, durch die Gruppierung und Behandlung des Materials, eigentlich ihre eigene Anschauungsweise durchzusetzen, die in jedem Sinne fortschrittlich und fruchtbar genannt zu werden verdient. Aus den zitierten Referaten heben wir hervor: Rudolf Fleisch mann, „Beiträge zur Lehre der konträren Sexualempfindung” (Zeitschr. für die gesamte Neurologie und Psychiatrie, VII.), wo der Autor zu dem Schlusse gelangt, dass die Homosexualität keine wesentlichen Unterschiede im Vergleich zu anderen sexuellen Perversionen trage und in keinem Individuum als angeboren zu betrachten sei. —Karl Birnbaum, „Zur Frage der psychogenen Krankheitsformen” (ibidem), der in klarer Weise die Beziehungen zwischen neurotischer Disposition und auslösendem Trauma erörtert, um den wichtigsten Faktor bei allen psychogenen Erkrankungen in der Prädisposition festzustellen, und diese Schlussfolgerungen bis auf die Psychosen ausdehnt, die er als psychogene Krankheitsformen auffasst. De Fortunié und Hannerd beschreiben in der Revue de Psychiatrie eine Psychose, die sich ihrer Meinung nach hauptsächlich aus Tendenzen des Ehrgeizes, Zweifels, des Misstrauens und der Wiedervergeltung entwickelte, — also aus jenen charakterologischen Elementen, welche der „männliche Protest” vor allem betont. Ducostè (ibidem) sieht in einem speziellen Falle Beziehungen zwischen Zwangserektionen und Epilepsie; der Autor sieht in der Erektion mit nachfolgender Masturbation ein Äquivalent des Anf