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Es gibt verschiedene Arten, wie die Dichter die Erkenntnisse der Psychoanalyse verwerten. Der eine unterstreicht die unbewussten Beziehungen und überträgt sie förmlich ins Bewusstsein. Der andere lässt den unbewussten Prozess vor unseren Augen auch als unbewussten verlaufen. Aage von Kohl, dessen Werk aus dem Dänischen von Mathilde Mann übersetzt wurde, wählt den letzteren Weg. Er ist ein echter Dichter, der tiefer sieht als die gewöhnlichen Sterblichen. Das Problem der Novelle ist bald erzählt. Ein Mann, dessen Frau vor zwei Jahren grausam ermordet wurde, erhält eine Vorladung vors Gericht. Er soll im Spitale mit dem Lustmörder seiner Frau konfrontiert werden. Mit jener unvergleichlichen Meisterschaft, welche die nordischen Schriftsteller bei Seelenanalysen bekunden, wird nun dieser Tag des Dichters —als solcher ist der Mann der Ermordeten geschildert — vorgeführt. Wie aus der Tiefe seines Unbewussten die Erkenntnis aufsteigt, dass er selbst der Mörder hätte sein können, das ist meisterhaft dargestellt. Ich kann allen Kollegen die Lektüre des Werkes wärmstens empfehlen. Dieser