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In mehreren vorhergegangenen Abhandlungen, namentlich in „Phantasie und Mythos” (Bd. II des Jahrbuches) und in den „Kategorien der Symbolik” (Zentralblatt, Bd. II, Heft 4), hat der Autor die Zweckmässigkeit der Einteilung aller Symbolphänomene in solche materialer und funktionaler (und somatischer) Kategorie dargetan. Die symbolisierenden psychischen Erscheinungen können sich nämlich auf zweierlei beziehen; erstens auf Inhalte von Gedanken und Vorstellungen, zweitens auf den Zustand oder die Funktionsweise der Psyche selbst. Durch das symbolische Bild wird also im ersten Falle die Materie des Denkens — sie sei nun bewusst oder unbewusst — dargestellt; im zweiten Falle der psychische Vorgang oder Status. Im ersten Falle gehört dann die Symbolik der materialen, im zweiten Falle der funktionalen Kategorie an. Zu den psychischen Akten, welche eine autosymbolische Darstellung erfahren, gehören nun, wie der Verfasser beweist, auch das Einschlafen, das Erwachen, sowie höchstwahrscheinlich noch andere Vorgänge, bei denen es sich um das Überschreiten einer psychischen Schwelle handelt. Daher die vom Verfasser gewählte Bezeichnung Schwellensymbolik.
Die Schwellensymbolik bedient sich solcher Bilder, in welchen eine Situationsänderung, ein Übergang oder Untergang, das Beschreiten einer Schwelle etc. das Charakteristikum ist.
Der Verfasser bringt drei Gruppen von Beispielen. Die erste, beweiskräftigste, umfasst einfache autosymbolische Erscheinungen (Halluzinationen); die zweite bringt Traumschlüsse, worin man speziell die Symbolik des Erwachens ausgeprägt findet; die dritte solche Träume und Phantasien, in denen andere Schwellenvorgänge, als bloss das Einschlafen und Erwachen zum Ausdruck kommen. Die Sammlung der Beispiele ist noch klein; mittlerweile sind jedoch viele Erfahrungen hinzugekommen, welche die Anschauungen des Autors bestätigen.
Autoreferat.