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Auch dieses neue Werk Hochdorf's leuchtet in bewunderungswürdiger Weise in das Dämmerdunkel einer weiblichen Seele und unwillkürlich kommen einem Worte aus Dörmanns Gedicht „Was ich liebe” in den Sinn:
„Ich liebe, was niemand erlesen,
Was keinem zu lieben gelang:
Mein eignes, urinnerstes Wesen
Und alles, was seltsam und krank.”
Natalie Braunstein ist schon in der Brutatmosphäre des elterlichen Hauses, in Mitte ihrer Schwestern, eine „geknickte Persönlichkeit” und zeigt bereits den müden, dekadenten Zug, der notwendig ist, um ihre späteren, fern vom Hause erlebten, sonderbaren, fast willensfremden Handlungen zu verstehen.