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Die Arbeit, die zuerst als Vortrag in der New York Academy of Medicine gehalten wurde, gibt eine knapp gehaltene Schilderung der hysterischen
Absenzen und, an den normalen Tagtraum anschliessend, eine Analyse ihres psychologischen Inhalts. Einige gut gewählte Fälle aus der Praxis des Autors illustrieren seine Anschauung. Besonders das letzte Beispiel ist sehr beachtenswert. Ein strebsamer, 26 jähriger Journalist phantasiert in seinem Traumzustand, dass er als Instruktionsoffizier nach China gehe, dort als General gegen den Kaiser zu Felde ziehe und ihn töte; dieser Teil ist jedoch in der Phantasie undeutlich. Er heiratet dann die Kaiserin Witwe, welche seiner Mutter ähnlich sieht; wird schliesslich vertrieben und kehrt als Flüchtling nach New York zurück. Die Verdrängung, die bezüglich des Vaterhasses am besten gelungen ist, so dass dessen Wiedergabe auch in der Entstellung einer Ehrgeizphantasie noch mit Verschwommenheit behaftet ist, misslingt hinsichtlich des Mutterinzestes fast völlig. Der Tagträumer muss sich deshalb auch den glücklichen Ausgang versagen und mit einer Bussphantasie (vergleiche die von Rank mitgeteilten Inzestlegenden des Mittelalters) schliessen.
H. S.