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Ich erkläre einem Arzte, der bei mir in Behandlung steht, den Unterschied zwischen aktiver und passiver Kriminalität. Die Analyse lässt vermuten, er habe seinen Geschwistern den Tod gewünscht, um der einzige Erbe eines beträchtlichen
Vermögens zu werden. Die passive Kriminalität tobe sich in Todeswünschen aus, in denen das Schicksal die Rolle des Befreiers spiele. Ein Automobil überfährt den Rivalen. Man ist befreit und doch schuldfrei. Auch eine Art Lust ohne Schuld! Der Analysan erinnert sich nicht an solche passive kriminelle Wünsche. Sein nächster Einfall bezieht sich auf den Wunsch, einem Erben sein Vermögen zu übergeben. Er erzählt die Geschichte einer beiderseitigen Epidydemitis und sagt zweimal Epidemitis. Ich mache ihn auf das Versprechen aufmerksam und er gesteht, er habe wiederholt den Gedanken gehabt, seine Geschwister mögen bei einer Epidemie alle hinweggerafft werden, so dass das Vermögen an ihn fallen müsste.
Dr. W. B.