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Aus dem instruktiven Artikel von Lechnitzky haben unsere Leser die Anfänge von Marcinowski's psychotherapeutischer Tätigkeit kennen gelernt. Er begann mit der rationalistischen Therapie. Sein neues Werk zeigt ihn uns als überzeugten Anhänger der Psychoanalyse. Das Werk ist wohl für Laien bestimmt und soll eine grosse Propagandaschrift für die Psychoanalyse werden. Ich kann es aber auch allen Psychotherapeuten wärmstens empfehlen. Keiner wird es aus der Hand legen, ohne den Autor für die zahlreichen Anregungen und Belehrungen wärmstens zu danken. Mit diesen Zeilen soll das gross angelegte Werk nicht abgetan sein. Wir werden noch Gelegenheit finden auf das Buch zurückzukommen. Vieles fordert zum Widerspruch heraus. Vieles ist mit anderen Augen gesehen. Manches erfordert eine Auseinandersetzung und Nachprüfung. Aber durch das ganze Werk schlägt ein warmes menschenfreundliches Herz, das die grosse Not unserer Zeit begreift und ihr nach Kräften steuern will. Marcinowski hat etwas vom Prediger an sich. Er fühlt offenbar die grosse historische Mission die Menschen zu einer neuen Religion der Lebensfreude zu erziehen und dazu scheint ihm die Psychoanalyse eine Stufe zu sein.
Im Gegensatz zu anderen Psychotherapeuten tritt der Autor aus der Reserve kühler Zurückhaltung in den offenen Kampf mit veralteten Moralbegriffen. Im Gegensatz zu den meisten Psychoanalytikern, die eine alte Welt zerstören, ohne dafür Ersatz zu bieten, schenkt Marcinowski seinen Kranken eine neue Religion und eine neue Weltanschauung. Das macht den unbezahlbaren Wert dieses Buches aus: Es drückt nicht nieder. Es tröstet und richtet auf.
Du lieber Gott, was heisst heutzutage nicht alles Psychoanalyse? Heute hörte ich von einem Kollegen, der sich bei einem renommierten Nervenarzte einer Psychoanalyse unterzog, Er erhielt vom Arzte Reizworte und musste dazu assoziieren. Die Gattin des behandelnden Arztes sass im Zimmer und schrieb die Assoziationen stenographisch auf. Man sieht die Drachensaat des Assoziatio