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Brill weist darauf hin, dass durch das übermass von Liebe, das so häufig auf das einzige oder Liebling-Kind vereinigt wird, die Möglichkeit der vorzeitigen Fixierung der Sexualtriebe auf eines der Eltern erhöht und damit der Fortgang der psychosexuellen Entwicklung verzögert, wenn nicht verhindert wird. Die 400 einzigen
oder bevorzugten Kinder, die er als Erwachsene kennen gelernt hat, waren durchweg, ob belastet oder nicht, für das Leben schlecht gerüstet, psychopathisch und in 36% der Fälle sexuell abnorm.
Verf. betont selbst, dass aus seinen Beobachtungen keine statistischen Schlüsse gezogen werden dürfen, da fast alle Personen, von denen die Rede ist, wegen psychoneurotischer Erscheinungen zu ihm geschickt waren. Es muss ferner gesagt werden, dass die hohe Bedeutung, die in der Arbeit der falschen Erziehung dieser Leute beigemessen wird, ihr sicherlich nicht zukommt. Die Fixierung der Sexualtriebe auf die Eltern, noch dazu im Kindesalter, ist ein Symptom der angeborenen psychopathischen Konstitution; alle gegenteiligen Auffassungen beruhen auf einer Verwechslung von Ursache und Wirkung. Selbstverständlich ist zuzugeben, dass ein Übermass an Zärtlichkeit bei entsprechend veranlagten Kindern der Fixierung Vorschub leistet, andererseits beobachtet man gar nicht so selten ausgesprochene sexuelle Stellungnahme von Kindern zu den Eltern, trotzdem sie von ihnen in jeder Hinsicht vernachlässigt wurden.
Dr. Saaler.