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Verf. versteht unter der Katathymie von Symptomen die Wirkungen affektbetonter Vorstellungskomplexe auf die krankhaften psychischen Erscheinungen Katathyme Syndrome entstehen dann, wenn ein Ideenkomplex so gefühlsbetont ist, dass durch den Affekt die Logik an Punkten, die in assoziativen Zusammenhang mit dem Komplexe stehen, überwunden wird. Während der Gesunde den Fehler korrigiert, sobald der Affekt an Frische verloren hat, der Hysterische infolge des leichteren Abklingens der Affekte nur unbeständige katathyme Syndrome produziert, wirkt bei manchen psychischen Erkrankungen infolge der grossen Tenazität der Affekte der nämliche Komplex in gleicher Konstellation für die Symptome andauernd weiter, wodurch die Syndrome nicht nur Dauer sondern auch eine Tendenz zur Weiterentwicklung und Ausbreitung bekommen müssen. Die Psychose par excellence, bei der katathyme Wahnbildung ohne Beimischung anderer Krankheitserscheinungen auftritt, ist die Paranoia Kraepelins. Ferner kommt sie vor bei Debilen und Imbezillen; auch bei Schizophrenen ist die Wahnbildung vorwiegend katathym, so dass dieser Gesichtspunkt als differentialdiagnostisches Moment zwischen Paranoia und Schizophrenie nach Ansicht des Verf.'s nicht zu verwerten ist. Dagegen spielen beim manisch-depressiven Irresein katathyme Erscheinungen höchstens sekundär eine Rolle (Querulantenwahn des Manischen), während im übrigen die Wahnideen durch die allgemeine Affektstörungen verursacht und daher dieser adäquat sind, niemals aber Richtungslinien eines bestimmten Komplexes folgen, wie das bei der Katathymie der Fall ist. Es gibt Grenzfälle der Paranoia, bei denen die Systematisierung der katathymen Wahnbildung eine unvollständige bleibt oder eine Korrektur möglich ist (abortive Wahnsysteme auf dem Boden der Psychopathie, Fälle mit hysterischem Verlaufstypus). Zu diesen rechnet Verf. den von Paul Bjerre (Zur Radikalbehandlung der chron. Paranoia. Jahrb. f. ps.-a. u. ps.-path. Forsch. 3,795) publizierten Fall, der auf psycho