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Ausgerüstet mit einem sehr umfangreichen und kritisch gewerteten Tatsachenmaterial ist es Dr. Lomer in dieser Arbeit gelungen, das Leben des Begründers der Gesellschaft Jesu vom psychologisch-psychiatrischen Standpunkt aus darzustellen. Diese Biographie eines Weltmannes, der sich später bekehrt und „Heiliger” wird, ist fast typisch zu nennen; die gleichen psychischen Motivationen sind bei den meisten Mystikern wirksam — bei zahlreichen Vertretern der deutschen Romantik, bei Pascal, Swedenborg, Tolstoj, um nur einige zu nennen. Sehr klar zeigt es sich besonders bei Ignatius von Loyola, wie der „Wille zur Macht”, der ihm in seiner Jugend den Charakter eines Kriegshelden, Don Juan und Draufgängers verleiht, infolge der Unmöglichkeit, auf diese Weise weiter erhöhtes Selbstgefühl zu geniessen (Ignatius wird am Bein verwundet und hinkt seither) andere Bahnen einschlägt und durch Askese, hysterische Halluzinationen, ekstatische Euphorie etc. sich das Gefühl eines Menschen verschafft, der als Auserwählter Gottes besonders begnadet