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In den „Therapeutischen Monatsberichten” plaudert ein Kollege Dr. R. Rug über „Ursache und Wirkung” und macht sich über die Nervenärzte lustig, die in mangelnder Befriedigung die Ursachen von Schlaf und Herzstörungen suchen:
„Kürzlich las ich irgendwo die Behauptung eines anscheinend vielbeschäftigten. Nervenarztes, die meisten Fälle von Schlaflosigkeit und nächtlichem Herzklopfen seien die Folgen des Coitus interruptus. Er sage dies derartigen Patienten auf den Kopf zu, und in 99 von 100 Fällen werde seine Vermutung bestätigt. Diese Erzählung ist ein besonders klassischer Fall der Selbsttäuschung über Ursache und Wirkung.
Mit dem Akt des Coitus einhergehend ist eine starke Erregung des gesamten Nervensystems, also insbesondere auch des gesamten Unterleibsnervengeflechtes. Bei nervösen, geschwächten Menschen ist die notwendige Folge dieser Erregung eine starke Entwicklung von Gasen. Das müsste jeder wissen, der sich mit elektrolytischen Versuchen befasst hat. Die einfache naturnotwendige Folge der durch diese Gase bewirkten Spannung des Darmrohres ist die behinderte Zirkulation des Blutes, und dadurch bedingt ist wieder die stürmische Aktion des Herzens, das Herzpochen. Dasistso fürchterlich einfach und selbstverständlich. Wenn Ärzte sich nicht darüber klar sind, so liegt dies doch nur daran, dass sie nicht die genügende Übungund Sicherheit im mathematisch-physikalischen Denken haben. Hat ein in seiner Gegend beliebter Arzt, also