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Es ist das erste moderne Buch über Sprachheilkunde, das, in englischer Sprache geschrieben, mit vorzüglichen Bildern und Tafeln, überhaupt in musterhafter Ausstattung, erschienen ist. Im ersten Kapitel wird das Stottern im allgemeinen beschrieben, im folgenden auf die Symptomatologie und das Wesen des Übels näher eingegangen.
Der Autor ist der Ansicht, dass es sich beim Stottern um einen Krampfzustand der Sprachmuskeln handelt, welcher durch einen psychischen Schock hervorgerufen, sich bei denselben Lauten immer wiederholt und durch die darauf gerichtete Aufmerksamkeit des Stotterers und seine Bemühungen, ihn zu unterdrücken, nur verstärkt wird. Scripture bemüht sich jedoch nicht, einen richtigen Beweis seiner Annahme, dass es sich bei den Stotterbewegungen um Krämpfe und nicht etwa um willkürlich übertriebene Bewegungen der Sprachmuskeln handelt, zu erbringen. Es sind diesem Abschnitte ausserordentlich instruktive Kurven von der Atmung, der Stimme und den Artikulationsbewegungen Normaler und Stotternder eingefügt, welche die Geschicklichkeit des Autors auf dem Gebiete der Experimentalphonetik beweisen. Bei der nun folgenden Differentialdiagnose gegenüber ähnlicher Krankheitsformen wird eine Abgrenzung zwischen den Phobien und der Sprachangst des Stotterers gegeben. Diesen Ausführungen aber kann der Referent unter Berücksichtigung der Schriften Freud's, Stekel's u. a. nicht beistimmen. Andere psychologische Betrachtungen, wie das mangelnde Heilungsbedürfnis und die, wenn auch unbewusste Absicht des Patienten, sich von der menschlichen Gesellschaft abzusondern, stehen in völliger Übereinstimmung mit der Ansicht der Psychoanalytiker. Einige psychologische Vorgänge scheinen jedoch nicht richtig gedeutet zu sein. So wird angegeben, einem Stotterer fehle es an der Gabe, sich momentan für eine Sache entscheiden zu können. „Welche Hundeart lieben Sie am meisten?” und die Antwort: „Ich kann nicht sagen, welche Hundeart ich am meisten bevorzuge” wird als Beweis für diese B