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Zu den schwersten und leichtesten Aufgaben der Psychotherapie gehört die Behandlung der psychischen Impotenz. Dass die Aufgabe eine leichte ist und jede Beruhigung und jeder Zuspruch gewisse Fälle heilen kann, das beweist das Referat auf Seite 542. Ehe ich noch die Psychoanalyse kannte, hatte ich schon ganz ausgezeichnete Erfolge durch die einfachsten Methoden der Überredung und Beruhigung. Aber schwere Fälle fordern die grösste Kunst des Analytikers heraus und sind so kompliziert gebaut, dass sie sich auf ein einfaches Schema nicht zurückführen lassen, wie es Steiner tut, dem das Um und auf der Analyse der „Inzestkomplex” zu sein scheint. Bei diesem Leiden spielen seelische Kräfte eine Rolle, von deren Vorhandensein dieser Autor keine Ahnung zu haben scheint. Das ganze Büchlein ist ungefähr so geschrieben, wie man vor zehn Jahren über Psychoanalyse geschrieben hätte. Von allen unseren grossen neuen Erkenntnissen in der Dynamik der Neurose findet sich kein Wort, dagegen eine Menge von falschen Auffassungen und einseitigen Betrachtungen. Der Autor unterscheidet drei Formen von Impotenz: