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Über Cajus Iulius Cäsar wird berichtet:
Als Quästor fiel ihm die Provinz Hinterspanien zu. Während er dort im Auftrage des Prätors die Kreistage, um Recht zu sprechen, bereiste, fiel ihm bei seiner Ankunft in Gades der Anblick einer Statue Alexanders des Grossen bei dem dortigen Herkulestempel schwer aufs Herz, und gleichsam als sei er überdrüssig seiner Tatenlosigkeit, weil er, wie er sich ausdrückte, noch nichts Denkwürdiges vollbracht habe in einem Alter, wo Alexander bereits den Erdkreis erobert gehabt habe, forderte er dringend sofort seine Entlassung, um sobald als möglich jede günstige Gelegenheit zu grösseren Unternehmungen in der Stadt benützen zu können. Zugleich spornten Traumdeuter, als ein Traumbild der folgenden Nacht ihn verwirrt hatte (er hatte geträumt, er habe seiner Mutter beigewohnt), seine Hoffnungen auf das Äusserste, indem sie dies dahin auslegten, dass ihm die Herrschaft der Welt dadurch verkündigt werde, sintemal die Mutter, die er von sich überwältigt gesehen habe, keine andere sei als die Erde, die ja als Mutter aller angesehen werde.
(Aus: Klassiker des Altertums, herausgegeben von Heinrich Conrad, zwölfter Band.)
Dr. C. Schneiter.