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Die beiden hier wiedergegebenen Träume stammen von einer bei mir in psychoanalytischer Behandlung stehenden, sehr intelligenten, künstlerisch begabten Patientin.
Beide sind in mehr als einer Hinsicht interessant; sie wurden in derselben Nacht geträumt und beweisen wieder, dass solche Träume eng zusammenhängen. Überdies geben sie den Kern der Krankengeschichte: sie wurden geträumt, noch ehe ich Pat. in den ersten Sitzungen auf die Bedeutung der Träume für die Behandlung aufmerksam gemacht hatte.
Sie liefern einen Beitrag zum Kapitel „Todes-Symbolik”, von Stekel in seiner „Sprache des Traumes” so ausführlich behandelt. Gleichzeitig fand ich hier eine bisher noch nicht beschriebene Art und Weise der „Traumentstellung”. Vorher sei noch bemerkt, dass die Patientin die Freud'schen Theorien nicht kannte, dass ich ihr nur erzählte, von wie grosser Wichtigkeit auch der Traum für die Behandlung sein könnte und sie ersuchte, den ersten Traum nach dieser Sitzung niederzuschreiben und mir mitbringen zu wollen.
In der nächstfolgenden Sitzung brachte sie mir, ausführlich aufgeschrieben, die folgenden zwei Träume.
I. „Ich war mit Frau A…. B…. in Streit geraten und brachte ihr Bücher zurück, die sie mir geliehen hatte. Ich gelangte zu ihrem Hause, worin viele Treppen waren (ganz andere, als in ihrem Hause, das ich kannte). Ich ging alle diese Treppen hinauf und sagte zu einem Fräulein, das da stand: ‘Geben Sie diese Bücher von mir der gnädigen Frau.’ Ich packte die Bücher in viel Zeitungspapier.
Ich sah dort auch ihren Sohn, so wie er aussah, als er noch ein Schulfreund von Johann war. Ich sah ihn nur, sprach ihn nicht.
Darauf ging ich hinunter und sagte zu einer Dame, die mich hinausbegleitete und einen grossen Schlüsselbund in der Hand trug, womit sie die Tür öffnete, zu der ich hinaus musste: ‘Ist die gnädige Frau böse auf mich?'