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Dieses ernste von tiefer Überzeugung getragene grosse Werk ist mit einem Geleitworte von Freud eingeleitet worden. Es wendet sich an Lehrer und gibt eine lückenlose Darstellung der Psychoanalyse, wie sie in dieser klaren objektiven und übersichtlichen Form bisher gar nicht geboten wurde. Im Gegensatze zu dem bekannten und bewährten Werke von Hitschmann sind es hier gerade die vielen Beispiele und Erfahrungen aus der psychoanalytischen Seelsorge, welche dem Buche einen eminenten praktischen Wert verleihen. Man mag mit allen Auffassungen nicht übereinstimmen können, immer wird man zugeben müssen, dass es sich um Zusammenhänge und Erfolge handelt, an denen weder die Pädagogik noch die Seelsorge achtlos vorübergehen kann. Freilich Pfister wird sich noch zu tieferen und weiteren Auffassungen der Neurose entwickeln. Die Ansätze dazu sind in dem ganzen Bache zu finden, dem man es anmerkt, daß der Autor sich von jeder Einseitigkeit frei hält. Auch die sich analystisch betätigenden Ärzte werden das Werk mit grossem Nutzen und Genuss lesen. Für Anfänger bildet es neben Hitschmann eine gute Einführung in die Freud'schen Lehren. Diese Worte mögen als erste Anzeige gelten.
Stekel.