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Ich möchte auf die Ausführungen Dr. Adler's über diese Novelle A. v. Berger's vor allem deshalb verweisen, weil der „Hofrat Eisenhardt” durch den psychologischen Scharfblick seines Meisters zu einem Werke der Literatur wurde, das wie eine deutliche, bis ins einzelne durchforschte Krankengeschichte dem Autor Gelegenheit gibt, seine Lehren über das pathologische Geschehen in der menschlichen Psyche, die er in seinem Buche „Über den nervösen Charakter”2) so übersichtlich in Worte und Sätze zu binden verstand, fast bis ins einzelne zu erweisen. Ich will in diesen „Bemerkungen” ein Musterbeispiel sehen, wie ein Kunstwerk psychologisch untersucht werden kann, ohne dass irgendwie dabei das Kunstempfinden verletzt würde. Da es sich aber um eine Novelle handelt, deren Inhaltsangabe mit den Ausführungen Dr. Adler's gleichbedeutend wäre, mit einer Abschrift in anderen Worten, so will ich hier nur auf wichtige Momente in der Charakteristik Eisenhardts, die Dr. Adler bis in ihre Einzelheiten verfolgt, hinweisen. Eisenhardt ist ein Mensch mit „hochangesetztem, fiktiven Persönlichkeitsideal, der in seinem Streben nach Macht zuerst dadurch, dass er sich als Richter dem staatlichen Prinzip unterwirft, dass er als dessen festeste Stütze die unerbittliche Strenge setzt, seinen Herrschaftswillen erfüllt, der aber dann in konsequenter Verfolgung seines fiktiven Ideals sich gegen diesen Staat wendet, ihn zum „Gegenspieler” macht, indem er als Mittel zur Überwindung dieses Staates die „anarchistische Milde” ergreift, indem er selbst die festen Maschen lockert. So wird endlich sein Tod der letzte Trumpf, den er gegen den Staat ausspielt, indem dieser an ihm einen treuen Diener verliert und im Volke ein erschüttertes Rechtsbewusstsein zurückbleibt. Noch möchte ich nachdrücklich auf die bedeutsamen Bemerkungen verweisen, die Dr. Adler zu Eisenhardts Halluzinationen macht: Die Neurose bringe dann die halluzinatorische Kraft auf, wenn sie mit besonderer Deutlichkeit