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Ossipow schildert die Krankengeschichte eines Mädchens und resümiert folgendermassen: Die Patientin leidet an Schüchternheit, hat eine falsche Überzeugung, dass sie missliebig sei, eine Zwangsidee von der Hässlichkeit ihres Gesichtes und zeitweilig einen, wie sie sagt, „leidenschaftlichen Abscheu vor dem Leben” und den Wunsch zu sterben. Bei Ossipow entsteht der Zweifel, ob es eine Zwangsidee oder aber eine Fieberphantasie sei.
Obgleich die Kranke ihren Gedanken von dem Widerwillen, den sie den Leuten einflösst, selbst als voreingenommen ansieht, geht sie doch zum Chirurgen um sich den unteren Teil ihres Gesichtes operieren zu lassen. Der allgemeine Eindruck sagt, dass wir es mit einer Psychoneurose und nicht mit einer Paranoia zu tun haben, trotzdem die Kranke sich am Abend schlechter fühlt; die Erfahrung zeigt, dass die Neurotiker sich in der Frühe schlechter fühlen.
Von ihrem 6. Jahre an litt sie an Fussschmerzen. Dieses Faktum ist von Bedeutung, da schon von früher Kindheit an die Aufmerksamkeit der Kranken so