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Es ist erfreulich, dass die psychoanalytische Therapie auch in England Eingang findet. Eders Patient litt an Nackensteife, Unfähigkeit, in Gegenwart von Fremden zu essen, und Wasserscheu. Die Nackensteife ist symbolisch. Patient hält sich
für zu gut für einem Beruf. Die Aversion zu essen geht auf die Einführung des Penis eines anderen Kindes in den Mund des Patienten zurück, als er vier Jahre alt war. Die Wasserscheu wird auf einen Fall ins Wasser im Alter von zwei Jahren zurückgeführt. Der homosexuelle sowie der Inzestkomplex werden nur erwähnt, nicht besprochen. Patient hängt sehr an einer Schwester, die an ihm Mutterstelle vertreten hat (die Mutter hat er zeitig verloren). Sexuelle Beziehungen will er nie gehabt haben; er ist auch strenger Vegetarier und Abstinent. Ansätze zu Platzangst scheinen auch vorzuliegen. Während der Behandlung, die durch zwei Monate 2-3 mal der Wocbe je 1-1 ½ Stunden geführt wurde, verstärkten sich anfangs die Symptome, um später vollkommen zu weichen. Ein Teil der Assoziations-experimente wird wiedergegeben, die Traumanalyse nur erwähnt, die Sexualtheorie Freud's in ganz knappen Zügen entwickelt; Verf. ist sich vollkommen bewusst, dass seine Arbeit zu kurz ist, um dem in Freud's Werken nicht Bewanderten genügende Einsicht zu bieten und verweist auf Brill's Arbeiten. Zum Schluss verwahrte er sich gegen den Gedanken, sein Patient sei degeneriert, und wünscht, diesen Ausdruck bei Ärzten möglichst selten zu finden. Solche Fälle sind sehr häufig, meist weiden sie Überarbeitung und ähnlichen Ursachen zugesprochen. Sie verlangen viel Geduld. Er hofft, kein Arzt werde es mehr abstossend finden, diese psychischen Erkrankungen, die sich um das Sexuelle drehen, zu heilen, als etwa die Erkrankungen der Sexualorgane, mit denen sich die Gynäkologen täglich befassen.
Marcus.