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An Jeanne la Folie, der Tochter Ferdinands von Avagon und Isabella der Katholischen, und an Karl V. wird die Tanatophilie, die Liebe zum Tode, sehr anregend
geschildert. Die Krankengeschichte von Jeanne ist überaus interessant. Nach dem Tode ihres Mannes, des Philipp des Schönen, den sie mit verzehrender Eifersucht liebte, liess sie seinen Leichnam einbalsamieren und trennte sich nicht mehr von seinem Sarge. Diesen liess sie zeitweise öffnen und küsste den entblössten Leichnam in grösster Leidenschaft. Der Zustand besserte sich, um zeitweilig wiederzukommen…. Die Geschichte Karl V. ist bekannt. Für uns Psychoanalytiker sind diese historischen Beispiele nur Bestätigung unserer Befunde. Wir können die Tanatophilie bei unseren Neurotikern immer wieder beobachten. Ihre Träume zeigen uns, wie mächtig die nekrophilen Instinkte im Menschen, sind.
Stekel.