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Es gibt noch immer Psychoanalytiker, welche ihre Zeit mit Assoziationen verlieren und willkürlich gewählte Reizworte von ihrem Kranken beantworten lassen, um die „Komplexe” zu erforschen. Die Methode ist überflüssig und praktisch nicht verwertbar. Ist man schon bei der freien Rede des Analysierten seiner Willkür und seiner Hinterlist ausgeliefert, so entpuppen sich die Assoziationon als ein müssiges Spiel, dem der Schein der Wissenschaftlichkeit keine höhere Wertigkeit verleihen kann. Auch Menzerath beweist, dass die Versuchsperson den Prüfer sehr leicht täuschen kann. Diese Methode gibt seiner Ansicht nach keine exakten Resultate. „Der Experimentator sei auf der Hut! Er muss immer die Antworten kritisch prüfen und sichten, er muss sich prüfen, um einem Übermass von Leichtgläubigkeit auszuweichen”. Nun führt Menzerath eine sehr interessante Versuchsreihe an und kommt zum Schlusse: „Die Komplexzeichen müssen einer strengen wissenschaftlichen Revision unterzogen werden. Die Methode der Assoziationen in Serien (Bleuler, Jung) gibt keine präzisen Resultate über die psychischen Phänomene, die sich während der Beantwortung vollziehen.” Er plädiert schliesslich für die Methode zu den Assoziationen „Erinnerungen” zu provozieren und so die Komplexkonstellationen zu erkennen. Dadurch könne man der künstlichen „Konstruktion” entgehen oder sie vermindern; diese Methode sei entschieden weniger hypothetisch als die anderen.…. Sehr richtig! Wozu brauchen wir überhaupt die Reizworte? Die Methode hat einen grossen erkenntnistheoretischen aber keinen praktischen Wert, selbst nicht in der Überführung von Schuldigen. Können wir nicht gleich mit den „Souvenirs” anfangen und so die Einstellungen des Kranken zum Arzte und zu seiner Neurose aufdecken? Man vergleiche übrigens die Einwände von Menzerath mit meinen in dem zweiten Artikel „Die Ausgänge der Psychoanalyse” vorgetragenen.
Stekel.