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Ein Kranker, der an nekrophilen Instinkten leidet, sagt: Ich werde heute beim Friedhof speisen. Das Restaurant heisst aber Riedhof. Damit erscheint das Versprechen nur oberflächlich motiviert. Aus dem weiteren Materiale ergibt sich folgender Zusammenhang: Er interessiert sich für eine Dame, von der er weiss, dass sie von Dr. Samenhof, dem Erfinder des Esperanto, der Augenarzt ist, behandelt wird. Er hatte plötzlich den Gedanken, dass Dr. Samenhof der Dame den Hof machen würde. Ein ganz unmotivierter Gedanke, der nur sein latentes Misstrauen und seine Eifersucht verrät. Wenn er sie bei einer Untreue ertappen würde, so wäre das ihr Tod. Sicher der Tod seiner Liebe. (Friedhof!) Der Name Samenhof ergibt weitere Assoziationen. Er leidet unter der Angst steril zu sein. Er untersuchte seinen Samen und fand lebende Spermatozoen. Aber er ist ein Zweifler. Er kann sich ja geirrt haben und sein Samenhof ist nur ein Friedhof. Er dachte an die Möglichkeit einer Gravidität dieser Dame, die ihm aus ökonomischen Gründen unangenehm wäre.
Doch das Versprechen hat auch Beziehungen zu mir. Er fragte mich, was das zu bedeuten habe, er leide unter der Zwangsvorstellung, sogar einem Zwangsimpuls, mir und anderen Männern die Hand zu küssen. Das Restaurant Riedhof lässt auf Beziehungen zur Mundzone schliessen. Vor einigen Tagen hatte er die Phantasie, er mache einem Manne eine Fellatio! Gestern bestellte er im Restaurant unvermutet Kaviar! (Samen der Fische!) Dann einen Hering! Absonderliche Gelüste, die er sich nicht erklären konnte. Sein Mund soll ein Friedhof sein, er will die Spermatozoen vernichten. (Fellatio!)
Jetzt gesteht er, er wollte mir gestern ein Geschenk kaufen. Ein Ausgabe von Eugen Dübring in Esperanto. Er verspricht sich wieder, denn er meint Albrecht