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„Der Mann soll gehorchen, das Weib soll dienen. Beide streben nach Herrschaft. Jener erreicht sie durch Gehorchen, diese durch Dienen. Gehorchen ist dicto audientem esse; dienen heisst zuvorkommen. Jedes Geschlecht verlangt von dem andern, was es selbst leistet, und erfreut sich dann erst: der Mann, wenn ihm das Weib gehorcht (was er selbst tut und tun muss); das Weib, wenn ihr der Mann dient, zuvorkommt, aufmerksam, galant, und wie es heissen mag ist. So tauschen sie in der Liebe ihre Rollen um: der Mann dient, um zu herrschen, das Weib gehorcht, um zu herrschen.” (Mit Riemer, August 1807.)
„Beide Geschlechter besitzen eine Grausamkeit gegeneinander, die sich vielleicht in jedem Individuum zuzeiten regt, ohne gerade ausgelassen werden zu können: bei den Männern die Grausamkeit der Wollust, bei den Weibern die des Undanks, der Unempfindlichkeit, des Quälens u. a. m.” (Mit Riemer, 7. Juli 1811.)
Die Ähnlichkeit dieser Ansichten mit denen Kants und Adlers, wie ich sie in einem Artikel „Kant über das Verhältnis der Geschlechter” (Heft 4, 5, 1913 dieses Zentralblatts) hervorgehoben habe, ist so unverkennbar, dass sie keiner näheren Ausführung bedarf.
Schrecker.