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Es sei hier zunächst in grossen Zügen der Inhalt von Schnitzlers Tragikomödie in Erinnerung gebracht. Der erste Akt zeigt Frau Genia Hofreiter, in ihrem Landhaus in Baden bei Wien, die ihren Mann vom Begräbnis eines nahen Freundes, des Pianisten Korsakow, zurückerwartet. Freunde und Bekannte kommen und gehen; darunter schärfer hervortretend: Erna, ein energisches kluges Mädchen, von früher Kindheit an Friedrich Hofreiter verehrend, Doktor Mauer, der ernste junge Arzt, in Erna verliebt und Hofreiters bester Freund. Er und Genia verstehen einander, beide sind Friedrich, dem ständig Ungetreuen, mit etwas resignierter, etwas hoffnungsloser Innigkeit zugetan; selbst Mauers Mitteilung, dass Friedrich seine Beziehung zur kleinen Bankiersfrau Adele Natter gelöst habe, weckt in Genia kaum eine leise Hoffnung auf einen Wandel in ihrer Ehe. Nun kommt Friedrich, elegant, herrisch und gewinnend, sich um alles kümmernd — geschäftlicher Einlauf, Briefe des jungen Sohnes aus England, Erinnerungen an den toten Freund. Wieder erhebt sich die Frage, weshalb der sich erschossen hat? Mit Genia allein geblieben, füllt Hofreiter ihre Bitterkeit gegen ihn auf, er bringt sie mit raschem Misstrauen in Zusammenhang mit Korsakows Tod und ist sofort überzeugt, dass seine Frau — sie hätte ja ein Recht dazu! — ihn hintergangen hat. Nun gibt sie ihm einen Brief des Toten; er hat sich erschossen, weil sie nein sagte. Friedrich ist überrascht, verwirrt. Er empfindet ein Bedürfnis, unter Menschen zu sein und treibt Genia und Doktor Mauer vom Hause weg in den Kurpark, wo ja auch Erna zu finden ist, die er „nicht jedem gönne”.
Der zweite Akt spielt im selben Milieu vierzehn Tage später. Der Sommer ist vorgerückt, Erna soll mit ihrer Mutter nach Tirol an den Völser Weiher, Doktor Mauer will am nächsten Tag eine Urlaubswanderung nach Tirol antreten und möchte von Erna ausdrücklich ermächtigt werden, sie am Völser Weiher aufzusuchen. Zögernd, aber von Mauers unbedingter Ehrlichkeit und Treue angezogen, läs