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Angeregt durch Dr. Frank, der als Erster Stotterer der Psychokatharsis unterwarf, hat der Autor diese Untersuchungs- und Behandlungsmethode, über welche das Technische in der Frankschen Arbeit „Affektstörungen, Studien über ihre Ätiologie und Therapie” nachzulesen ist, bei sieben Fällen von Stottern angewendet. Es liegen bis jetzt etwa ein Dutzend Analysen von Stottern und verwandten Sprachstörungen vor. Drei bringt Frank im obigen Werke, zwei in früheren Arbeiten1). Verfasser hat seine erste Analyse in der Monatschrift für Sprachheilkunde veröffenllicht, einige andere werden teilweise in diesen Blättern erscheinen. Durch diese Studien kam der Autor wie Frank zu der Überzeugung, dass ein grosser Teil der Stotterer der von Freud aufgestellten Gruppe der Angstneurose zuzurechnen sei. Der Beweis für die Richtigkeit dieser Anschauung ist in erster Linie dadurch gegeben, dass viele Stotterer dieselben psychischen Symptome zeigen, wie die andern Angstneurotiker, in zweiter Linie durch die Analyse, welche denselben Determinanten-Aufbau zeigt, den wir bei dieser Krankheitsgruppe kennen. Freud nennt als Symptome der Angstneurose erstens die ängstliche Erwartung oder chronische Ängstlichkeit, die immer bereit ist, sich an irgend eine Vorstellung zu heften; zweitens den Angstanfall ohne einen Vorstellungsinhalt. Diese Symptome zeigen die nachfolgenden Analysen bei einigen Stotterern, die ich als Beweis folgen lasse. Bei Kindern konnte ich bis jetzt nur Funktionsangst und chronische Ängstlichkeit aber keine Angstanfälle ohne Vorstcllungsinhalt nachweisen.
Frl. M. M. 19 Jahre alt.
Pat. gibt an, seit frühester Jugend zu stottern, schon bevor sie zur Schule gegangen sei. Sie erinnert sich, dass sie mit furchtbarer Angst in die Schule ging und förmlich darauf lauerte, ob sie der Lehrer und die Schüler auslachen werden. Pat. ist sehr intelligent und gehörte immer zu den besten Schülern. Die Ursache beständiger Affekterregungen bildet der Vater, ein sehr schwerer Alkoholiker, der von f