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Gestützt auf die Schriften Rickerts über das naturwissenschaftliche und das historische Denken, untersucht der Autor an Hand eines Falles von degenerativer Psychopathie Aufgaben und Methoden der praktischen Psychiatrie; er kommt zum Schlusse, dass die praktische Psychiatrie auf Grnnd der Rickert'schen Ausführungen nicht zu den (generalisierenden) naturwissenschaftlichen, sondern zu den (individualisierenden) Kulturwissenschaften gerechnet werden müsse. Interessant sind hauptsächlich manche Bemerkungen über die als Exempel dienende Patientin: ein schwer belastetes, aber sehr intelligentes Mädchen, das an intensiven Zwangsvorstellungen leidet. Einer eigentlichen Psychoanalyse setzte die Kranke heftigen Widerstand entgegen. Schliesslich brachte eine Behandlung nach Dubois weitgehende Besserung