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Nach einer kurzen Übersicht über die bisher von den Autoren mitgeteilten Ansichten von der „unbewussten Seelentätigkeit” erörtert der Autor zuerst die
Vorfrage nach den physischen Grundlagen der psychischen Vorgänge und bezieht sich dabei auf seine ausführliche Schrift. (Schlussband der „Allgemeinen Biologie” „Nerven und Seele”), in der er dargelegt hat, dass es sich um Vorgänge bandelt, die in keiner einzigen Art von Seelentätigkeit fehlen.” Diese Vorgänge sind eben die Reflexaktionen und die kettenförmig aneinandergereihten Reflexe, welche fort und fort ablaufen, wenn sich uns auf der subjektiven Seite Bewusstseinserscheinnngen darbieten. Diese gar nicht hypothetischen, sondern ganz sicher existierenden und der messenden Beobachtung zugänglichen Reflexvorgänge sind aber genau definierbare physiologische Prozesse in den Nerven und Muskeln: „Diese Prozesse tragen an sich nichts Psychisches, aber sie können von Bewusstseinserscheinnngen begleitet sein, die wir dann als Empfindung, Gefühl etc. bezeichnen.” Der darauffolgende Satz scheint uns für die Auffassung des Autors der wichtigste zu sein, er enthalt auch, zum Teil wenigstens, den Kernpunkt des ganzen Problems: „Fehlen diese subjektiven Erscheinungen, dann haben wir es mit Reflexen und Reflexketten ohne Beteiligung des Bewusstseins zu tun; und wenn jemand trotzdem aus irgend einem Grunde dabei beharrt, diese physiologisch definierbaren Vorgänge als psychische oder seelische zu bezeichnen, so beseitigt er eben die einzige Schranke, durch die man die übrigen Lebensvorgänge und selbst die Vorgänge in der leblosen Natur von jenen abtrennen kann, für die man die Bezeichnung als psychisch reserviert; und tatsächlich sucht man in den früher zitierten Aussprüchen vergeblich nach einer Definition jener Prozesse, die zwar ohne Bewusstsein verlaufen, die aber dennoch von den nichtpsychischen als psychische oder Seelenvorgänge unterschieden werden sollen. Mit der Beseitigung dieser Schranke ist aber das Feld für das subjekt