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Die psychotherapeutischen Arbeiten der letzten Jahre — besonders die von Dubois (Bern)2) und Dejerine3) und die ihrer Schule — haben die psychische Behandlung vieler Psychoneurosen zu einer aktuellen Frage gemacht. Haben doch diese Arbeiten die direkten Beziehungen dieser Leiden mit bestimmten psychologischen Phänomenen, den seelischen Störungen (troubles moraux), nachgewiesen. Sie kamen zur Schlussfolgerung, dass diese moralischen Störungen: Befürchtungen, hypochondrische Krankheitsideen, Autosuggestionen, nicht nur an der Wurzel hysterischer und neurasthenischer Erscheinungen zu finden sind (z. B. Störungen der Verdauung, allgemeine Schwäche, Kopfschmerzen, Parästhesien, Schlaflosigkeit etc.), sondern dass sie das ganze Krankheitsbild der Nervosität bestimmen. Daher könnten sie nur durch eine seelische Behandlung geheilt werden und die seelische Behandlung, die sich als die geeignetste erweisen sollte, sei die rationelle Psychotherapie von Dubois oder die Überredung von Dejerine. Welches ist nun die Aufgabe des Arztes, der sich der rationellen Psychotherapie bedienen will, und wie verhält sie sich zur einfachen Suggestion, sei es der Hypnose oder der Wachsuggestion? Diese Aufgabe besteht darin: man wende sich zuerst an den Verstand und dann an das Gefühl des Kranken; an den Verstand, um ihm zu beweisen, dass er sich falsche Vorstellungen von seiner Krankheit macht, dass er sich selbst täuscht und ein irriges Krankheitsbild erzeugt; an sein Gefühl, um das Vertrauen zu sich selbst zu heben, um die Hoffnung zu beleben, indem man ihm vorhält, welches Glück es für ihn und die Seinigen wäre, wenn er auf seine falschen Gesichtspunkte verzichten wollte und die krankhaften