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Eine Dame ärgert sich über sich selbst und sagt zu mir: „Oft ist man wirklich sehr dumm, Albert.” Sie wollte sagen „albern”, aber die unbewusste Eitelkeit mischt sich drein und macht „albert” draus, das an „halbert” (wienerisch statt „halb”) anklingt, also eine Abschwächung des für sie wenig schmeichelhaften Ausspruches. (Möglicherweise auch eine Erinnerung an einen Herrn Namens Albert.)
Eine andere Dame sieht in einer Auslage Trikot-Badeanzüge für Damen. Sie sagt: „Ich finde solche Schwimmanzüge unästhetisch.” — Der Gedanke an das anstössige Wort „unanständig” macht aus „unästhetisch”, das eigentlich nicht am Platze ist, „unästhetisch”.
Ich schreibe in der Anatomievorlesung in mein Kollegienheft „Chialsma” statt „Chiasma”. — Deutung: Ich hatte eben über einen Kollegen, der sich unnötigerweise vor mich gestellt und mir die Aussicht verstellt hatte, gedacht: „Das ist ein Lausbub”. Die Lautfolge L-s mit dem darauffolgenden Labiallaut aus „Lausbub” hatte sich in „Chiasma” eingedrängt und „Chialsma” draus gemacht.
Während einer Nachtfahrt von Berlin nach Wien im Mai 1911 wache ich während des Aufenthalts in einer Station auf. Ich suche mich an den Namen einer Station zu erinnern, in der ich auf der Hinfahrt aufgewacht bin. Nach einiger Zeit fällt mir Rumburg ein; ich suche aber weiter nach einem anderen Ort, in dessen Name ein „i” vorkommen soll. Endlich komme ich auf den richtigen Namen: Nimburg.
Zur Deutung des Namensvergessens assoziiere ich wie folgt: „Gott Nimm” Bielohlawek, die Wahl im Parkviertel, die kommenden Reichsratswahlen überhaupt.