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Jede neue Traumarbeit ist mit Freuden zu begrüssen. Man kann nur sehnlichst wünschen, dass recht viel Psychologen sich mit dem Phänomene des Traumes beschäftigen und die Arbeiten von Freud, Stekel und anderen nachprüfen. Stärcke zeigt eine grosse Belesenheit. Er ist auf die Vorgänger Freud's zurück gegangen und legt grossen Wert auf die verschiedenen Traumexperimente, wie sie besonders Mourly Vold in grossem Stile angestellt hat. Leider sind die letzten Arbeiten von Silberer und Schrötter in diesem Essay nicht benützt worden. Hätte Stärcke auch meine letzten Traumarbeiten, wie ich sie im dritten Jahrgange des Zentralblattes publiziert habe und mein Buch „Die Träume der Dichter” genau gelesen, er wäre etwas gerechter in der Beurteilung meiner Traumforschungen gewesen. Er wirft mir alle meine symbolischen Jugendsünden vor und verlangt von mir Beweise, so z. B. für die selbstverständliche, allgemein anerkannte Symbolik von rechts und links. „Für links und rechts in seinen Träumen möchte er in einzelnen Fällen die nüchterne Hypothese aufstellen, dass es die Seite ist, nach welcher der Träumer sich bewegen muss, um das Bett zu verlassen.”…… Jetzt bitte ich Herrn Kollegen Stärcke um den Beweis für diese kühne Behauptung. Ich habe den Beweis aus Traumanalysen erbracht, die immer in Verbindung mit Krankengeschichten standen. Ich kenne alle diese Traumexperimente, die für mich als Traumquelle, als materialbildende Kraft in Betracht kommen. Ist aber damit das Wesen des Traumes erklärt? Stärcke zeigt einen grossen inneren Widerstand gegen einzelne Deutungen, das zeigt schon sein Ekel bei der Lektüre meines Buches. Der wirkliche vorurteilslose Forscher zeigt keinen Ekel, auch wenn er die Chemie der Fäkalien untersucht. Was würde Stärcke erst bei der Lektüre der Anthropophyteia sagen? Ich gehöre nach Stärcke zu den Riesen, die wechselweise Furcht, Bewunderung und Abscheu wecken…. Ich danke für die Bewunderung und bitte mehr affektlose nüchterne Beurteilung und gewissenhaftes Nac