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Ich habe als erster auf die wichtige Bedeutung der Identifizierung des Neurotikers mit Gott hingewiesen und den Typus der Christusneurose eingehend beschrieben. In meinem Buche „Die Sprache des Traumes” finden sich einige Träume, welche diesen Gottmenschkomplex verraten. Adler hat dann als geheimes Ziel der Neurotiker die Gottähnlichkeit beschrieben und begründet. Jetzt beschöftigt sich auch Jones mit dieser Erscheinung und beschreibt den Typus des Gottmenschen:
„Es ist also der betreffende Typus gekennzeichnet durch den Wunsch nach Absonderung, Unzugänglichkeit und Geheimnistuerei, oft auch durch Bescheidenheit und Selbstverkleinerung. Sie sind am glücklichsten in ihrem eigenen Heim, in Abgeschlossenheit und Verborgenheit und lieben es, sich in eine gewisse Distanz zurückzuziehen. Sie umgeben sich und ihre Ansichten mit einem geheimnisvollen Schleier, üben nur einen indirekten Einfluss auf äussere Angelegenheiten und sind überhaupt asozial. Sie zeigen grosses Interesse für Psychologie, besonders für die sog. objektiven Methoden, die elektrisch sind und von der Notwendigkeit der Intuition suspendieren. Phantasien von Macht sind häufig, besonders die Vorstellung vom Besitz eines grossen Reichtums. Sie halten sich selbst für allwissend und sind geneigt, jede neue Erkenntnis zu verwerfen. Das Verhalten zur Zeit und zur Voraussetzung des Wetters, besonders der Gewitter, ist in hohem Grade charakteristisch. Sprache und Religion interessieren sie lebhaft und sie haben eine ambivalente Einstellung gegenüber Ratschlag und Urteil (z. B. Strafe). Ständig vorhandene aber weniger charakteristische Eigenschaften sind das Streben geschätzt zu werden, der Wunsch