You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Alle Zwangsneurotiker sind stark kriminell veranlagte Menschen mit einem ausserordentlich starken Triebleben. Ihr grenzenloser Ehrgeiz führt sie bald dahin, alle sie überragenden Objekte der Umgebung zu hassen, wenn sie sich ihren Trieben in den Weg stellen oder ihren Neid und die Missgunst allzusehr herausfordern. Jones betont die eine Wurzel des Hasses: „Wir hassen niemals eine Person, die nicht in irgendeiner Weise, oft ganz unauffällig, stärker ist als wir oder uns doch in einer Hinsicht in der Macht hat. —” Nun führt der Autor auch sehr treffend aus, wie nicht erfüllte Liebesansprüche sich als Hass äussern können. Dagegen wäre aber nichts einzuwenden. Im Gegenteil, hier wäre weiter anzusetzen und zu zeigen, wie der nach Unabhängigkeit lechzende Zwangsneurotiker immer wieder mit der Aussenwelt zusammenstösst, wie er sich bezwingen muss, um nicht zum Verbrecher zu werden und wie die Zwangsneurose die Karikatur der Erziehung und jedes Zwanges wird…. Der Autor geht aber auf sein Lieblingsthema, die Analerotik, zurück und versucht, im konsequenten Ausbau der Freud'schen Lehren allen Zwang auf die Analerotik zurückzuführen. Die Situation, in der das Kind den ersten wirklichen Widerstand in der Welt finde, sei bei der Stuhlfunktion. (?) Die Erziehung