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Der Autor hat die 344 Schüler der Währinger Oberrealschule im Durchschnittsalter von 15 Jahren ihre erste Erinnerung niederschreiben lassen und die Erinnerungen dann nach Inhalt, Alter, graduellen und qualitativen Unterschieden geordnet. Er knüpft daran keine tiefergehende Untersuchung, sondern beschränkt sich ausschliesslich auf formale Momente. Wir erfahren aus der Arbeit nicht viel Neues, das Interessante verschwindet in Tabellen, die Probleme, die die ersten Kindheitserinnerungen betreffen, bleiben ungelöst. Mit Ausnahme der in der „Imago” erschienenen Arbeit von Hug-Hellmuth, gegen die sich Kammel in einer Anmerkung wendet, ist die psychoanalytische und individualpsychologische Kinderforschung Freuds, Adlers und ihrer Schüler unberücksichtigt geblieben. Zum intuitiven Verständnis der Kinderseele trägt die Arbeit wenig bei; das kann man auch von einer experimentellen Untersuchung nicht erwarten.
Dr. Paul Schrecker.